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Für die einen ist alles ganz einfach: Das
Universum entstand durch den Urknall, und dann ist das Leben durch
Aminosäureverbindungen entstanden und hat sich im Laufe von Jahrmillionen zu
immer höheren Formen entwickelt. Für die anderen ist das nicht so klar. Denn
kann aus dem Nichts eine immer höhere Ordnung entstehen? Entwickelt sich etwas,
das dem Zufall überlassen bleibt, nicht meistens zurück, anstatt immer besser zu
werden? Hat das Universum und die Natur nicht eine wundervolle Ordnung, die kaum
aus einer sich selbst überlassenen Explosion entstanden sein kann? Immerhin
entstehen ja auch nicht da, wo auf der Erde die größten Explosionen stattfinden,
die höchstentwickelten Lebensformen.
Viele Menschen suchen zeitlebens nach dem
Schöpfer. Die meisten machen es sich einfach; da es reichlich komplex werden
kann, über den Ursprung des Lebens zu philosophieren, überlassen sie es der
Institution, die schließlich dafür da ist: der Kirche. Für sie finden sich alle
Antworten und Trost in schweren Lebenslagen in der Bibel. Doch die meisten
Menschen geben nach ein paar Leseversuchen in der Bibel schnell auf. Besonders
das Alte Testament ist voller Gewalt und widersprüchlichen Erlebnissen. Da ist
von einem Gott die Rede, der den Menschen in brennenden Dornbüschen erschien,
der sein auserwältes Volk gegen andere Völker verteidigte, ja sogar andere
Stämme vernichtete, um die Hebräer ins gelobte Land zu führen. Man fragt sich zu
recht, wo dieser Gott heute geblieben ist, denn wenn es der ewige Gott, der
Schöpfer allen Lebens ist, dann wird er sich den Menschen nicht nur zu
bestimmten Zeiten offenbaren. Es gibt aber auch einige, die in dem Gott Jehova
des Alten Testaments eher einen Außerirdischen sehen, der von den Hebräern ob
seiner technischen Möglichkeiten wirklich als Gott erscheinen mußte.
Es ist also wirklich schwer: die
Wissenschaften erklären uns die Welt ohne einen Schöpfer, obwohl die
Zufallstheorie schon alleine sehr viel Glauben und Zuversicht erfordert, und die
Kirchen bieten uns einen Gott an, der völlig widersprüchlich ist und nicht so,
wie wir ihn uns wünschen würden. Müßte der Schöpfer allen Lebens nicht voller
Liebe sein? Wie kann er dann eine Hölle geschaffen haben? Oder ist die Hölle
eine menschliche Erfindung, eine der Kirchen, um die Menschen gefügig zu machen?
Wäre der Schöpfer wirklich so sexualfeindlich, daß er uns zwar viel Lust am Sex
gibt, gleichzeitig aber allenfalls zur Fortpflanzung für angemessen hält? Oder
ist auch das nur die Moral der Insitution Kirche? Immer mehr Menschen treten aus
den Kirchen aus.
Nicht immer, weil sie nicht an einen Schöpfer glauben, aber
das, was ihnen von den Kirchen präsentiert wird, leuchtet ihnen oft nicht mehr
ein. Sie spüren die Liebe nicht in den Kirchen, die sie mit Gott verbinden.
Schon die Geschichte der Kirchen ist voller Mord und Folter. Und auch heute
distanziert sich, gerade die katholische Kirche kaum von ihrer blutigen
Vergangenheit. Ja, sie sanktioniert noch in der letzten Enzyklika grausame
Tierversuche als legitim. Müßte eine Religion, die Anspruch auf Unfehlbarkeit
erhebt, nicht aber die entsetzlichen Qualen von Lebewesen verhindern und sich
vehement für die schwachen Lebewesen einsetzen? Wenn sie Anspruch auf
Wahrhaftigkeit erhebt, müßte sie dann auf die Fragen der modernen Menschen nicht
mehr eingehen, anstatt moralische Vorschriften zu erlassen, ohne ihren Sinn zu
erklären? Immer mehr Menschen suchen ihr Heil in anderen Philosophien, z.B.
denen des Ostens, wo Reinkarnation und Karma gelehrt werden.
Ist es nicht tatsächlich einleuchtender,
daß jemand, der in einem Leben ein grausamer Sklaventreiber war, im nächsten
Leben selber als Sklave inkarniert wird, um zu erfahren, wieviel Leid damit
verunden ist, so daß er sich in wider einer späteren Inkarnation für die Rechte
der Versklavten einsetzen wird? Ist es einleuchtend, daß Gott die Menschen nach
dem Tod entweder in den Himmel oder in die Hölle schickt, ohne daß es etwas
dazwischen gibt? Wenn ein 5-jähriges Kind vom Bus überfahren wird, kommt es dann
in den Himmel oder in die Hölle? Hat es überhaupt schonügend Chancen gehabt,
sich zu einem "guten" Menschen zu entwickeln? Wäre es nicht einleuchtender, wenn
die Menschen selber erfahren müßten, was sie anderen angetan haben, um dadurch
zu lernen und sich dadurch zu entwickeln?
Die Frage, ob es einen Schöpfer gibt
und gewisse Regeln, die er für das Leben der Menschen geschaffen hat, ist
entscheidend dafür, wie wir mit dem Leben umgehen. Gibt es keinen Gott, und ist
die Welt aus dem Zufall entstanden, können wir ihr mit Gentechnologie,
chemischen Mitteln und Teilchenbeschleunigern auf die Sprünge helfen. Gibt es
jedoch einen göttlichen Plan, kann es fatal sein, in die Ordnung einzugreifen,
die wir nicht so ohne weiteres nachvollziehen können. Die Kirchen verbreiten
einfach gewisse Vorschriften und behaupten, sie in Vertretung Gottes
weiterzugeben. Der Sinn hinter vielen Vorschriften wird aber nicht einleuchtend
erklärt. Die Gesetze von Reinkarnation und Karma wären möglicherweise eher
verständlich, und vielleicht könnte die Welt ganz anders aussehen, wenn die
großen Kirchen einleuchtendere Regeln vermitteln würden.
Diese Welt ist die Summe all dessen, was
WIR ausprobieren wollen. Gott hat uns die "Spielwiese" für unsere Erfahrungen
gegeben. Aber wir sind Teil von Gott. Wir haben uns nur entschieden, fernab vom
Licht Erfahrungen mit der Dualität zu machen- D.h. wenn wir nicht die Freiheit
hätten, auszuprobieren, wie es ist, jemandem was wegzunehmen, zu verletzen,
umzubringen oder einfach nur etwas schlechtes zu denken, könnte sich unsere
Seele nicht entwicklen. So kann sie schließlich durch eigene Erfahrung lernen,
daß es nicht angenehm ist, wenn man diese Dinge erlebt. Und da jeder das selbst
erfahren muß, was er anderen Teilen von Gott zugefügt hat, lernt jeder im laufe
vieler tausend Leben, daß es besser ist, anderes Leben zu achten und zu
respektieren. Daß Menschen so viele negative Gefühle gegen andere haben, ist,
weil sie vergessen haben, wo sie herkommen, und weil unsere Religionen auch
wenig dazu beitragen, die Trennung aufzuheben.
Hier ein paar Bibelstellen, die nur die
Wenigsten kennen, um Ihnen zu helfen, zu einer Gottesvorstellung zu kommen, die
eindeutig zwischen einem liebevollen Schöpfer des Universums und einem Rachegott
des Alten Testamentes unterscheidet. (In heutigen Bibelübersetzungen wird der
Name des Gottes "JHWH", also Jahwe oder Jehova, meistens mit 'Der Herr'
übersetzt. Hier wird wieder der Namen dieses Gottes verwendet.):
Jahwe ruft 'sein' Volk zum Totschlag
auf: (2.Moses 32,27) So spricht Jahwe, der Gott Israel: ein jeder gürte sein
Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her vor einem Tor zum
anderen und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten.
(Richter 11,21) Jahwe aber, der Gott
Israels, gab Sihon mit seinem ganzen Kriegsvolk in die Hände Israels, und sie
erschlugen sie.
Jahwe ist allen Nichtjuden feind:
(Sach. 12,6) Zu der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zum Feuerbecken
mitten im Holz und zur Fackel im Stroh, daß sie verzehren zur Rechten und zu
Linken alle Völker ringsumher. (Josua 10,40) So schlug Josua das ganze Land
(...) und ließ niemand übrig und vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte,
wie Jahwe, der Gott Israels, geboten hatte.
Jahwe hetzt zum Unfrieden: (Esra 9,12)
Und laß sie (die Gojim/Nichtjuden) nicht zu Frieden und Wohlstand kommen
ewiglich, damit ihr mächtiger werdet und das Gut des Landes eßt und es euren
Kindern vererbt auf ewige Zeiten.
Jahwe fordert Massenmorde an
Nichtjuden: (5.Mos. 20,16) in den Städten, die dir Jahwe, dein Gott, zum Erbe
geben wird, sollst du nichts leben lassen, das Odem hat. (1. Sam. 15,3)
verschone sie nicht, ... töte Mann und Frau, Kinder und
Säuglinge.
Jahwe ist Terrorist (5.Moses 2,25) Von
jetzt an lege ich Furcht und Schrecken vor Dir auf die Völker überall unter dem
Himmel: sobald sie (die Gojim) nur von dir hören, werden sie zittern und
beben.
Jahwe sucht Kriegsgründe (Richter
14,4) ...denn er (Jahwe) suchte einen Anlaß gegen die Philister.
Jahwe ist unversöhnlich: (Josua 24,19)
er ist ein eifernder Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht vergeben
wird.
Jahwe weiß nicht alles (1. Moses
18,20-21) Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorrha daß ihre Sünden
sehr schwer sind. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben
nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob´s nicht so sei, damit
ich´s wisse.
Jahwe irrt sich: (2. Moses 32,14) Da
gereute Jahwe das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.
Jahwe bereut (1. Moses 6,7) Ich will
die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, denn es reut
mich, daß ich sie gemacht habe.
Jahwe läßt mit sich handeln: (1.Moses
18,26) Jahwe sprach: finde ich 50 Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um
ihret willen dem ganzen Ort vergeben.
Jahwe fürchtet Spott: (5. Mos. 32,26)
Ich hätte gesagt, es soll aus sein mit ihnen, (...) wenn ich nicht den Spott der
Feinde gescheut hätte.
Jahwe freut sich zu vernichten: (5.
Mos. 28,63) so wird er (Jahwe) sich nun freuen, euch umzubringen und zu
vertilgen...
Jahwe ist zornig: (5. Moses 32,22)
Denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn... (Jesaia 34,2) Denn Jahwe ist
zornig über alle Heiden (Nichtjuden)... Er wird an ihnen den Bann vollstrecken
und sie zur Schlachtung dahingeben.
Jahwe ist Gott anderer Götter: (5.
Moses 10,17) Denn Jahwe, euer Gott, ist der Gott aller Götter.
Der Herr ist rachsüchtig (Jesaia 47,3)
Ich will mich rächen, unerbittlich, spricht unser Erlöser; der heißt Herr
Zebaoth.
Jahwe ist grimmiger Verderber: (Jesaia
63,6) Und ich habe die (nichtjüdischen) Völker zertreten in meinem Zorn und habe
sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde
geschüttet.
Jahwe straft unschuldige Nachkommen:
(2. Moses 34,7) ... sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und
Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.
Jahwe fordert rituelle Wundmale: (1.
Moses 17,11) eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des
Bundes zwischen mir und euch. (1. Moses 17,14) Wenn aber ein Männlicher nicht
beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk,
weil er meinen Bund gebrochen hat.
Jahwe fordert Blutopfer: (2. Moses
29,16) ...Den anderen Widder aber sollst du nehmen und ihn schlachten und von
seinem Blut nehmen, und du sollst das Blut ringsum an den Altar sprengen. (s.a.
2. Moses 24,6-8 und 5. Moses 12,27)
Jahwe ist grausam: (Jeremia 48,10)
verflucht sei, wer sein Schwert aufhält, daß es nicht Blut vergieße. (s.a. Sach.
9,14-15, 5. Moses 7,16 und 5. Moses 32,42)
Jahwe stiftet zum Diebstahl an: (2.
Moses 3,21-22) ... daß, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer ausgeht, sondern jede
Frau soll sich von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silbernes und goldenes
Geschmeide und Kleider geben lassen. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern
anlegen und von den Ägyptern als Beute nehmen.
Jahwe handelt mit Sklaven: (Richter
10,7) Da entbrannte der Zorn Jahwes über Israel und er verkaufte sie unter die
Hand der Philister und Ammoniter.
Jahwe fordert Anteil an Beute: (4.
Moses 31,25-29) Nimm die gesamte Beute an Menschen und Vieh. Du sollst aber für
Jahwe als Abgabe erheben von den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren,
je eins von fünfhundert an Menschen...
Jahwe ist ungerecht: (2. Moses 4,21
sowie 7,3, 9,12, 10,20, etc.) Jahwe sprach zu Mose: ich will das Herz des Pharao
verstocken, daß er das (jüdische) Volk nicht ziehen lassen wird.
Jahwe kommt mit einem "Feuerofen":(2.
Mos. 19,18) Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil Jahwe auf den Berg herabfuhr
im Feuer.
Jahwe verschenkt fremdes Eigentum: (5.
Moses 31,3) Jahwe, dein Gott, wird selber vor dir hergehen. Er selber wird diese
Völker vor dir her vertilgen, damit du ihr Land einnehmen kannst. (Josua 24,13)
Und ich (Jahwe) habe euch ein Land gegeben, um das ihr euch nicht bemüht habt,
und Städte, die ihr nicht gebaut habt, um darin zu wohnen, und ihr eßt von den
Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt.
Jahwe schützt Verbrecher: (1. Mos.
4,15) Und Jahwe machte ein Zeichen an Kain, daß niemand ihn erschlüge, der ihn
fände.
Jahwe redet Unheil: (1. König 22,23)
Jahwe hat einen Lügengeist gegeben in den Mund aller deiner Propheten. Und Jahwe
hat Unheil gegen dich geredet.
Jahwe lobt Massenmord: (2. Könige 10,
17 und 30) Und als er (Jehu) nach Samaria kam, erschlug er alles, was übrig war
von (der Sippe) Ahab... Und Jahwe sprach zu Jehu: Weil Du willig gewesen bist,
zu tun, was mir gefallen hat, und am Hause Ahab alles getan hast, was in meinem
Herzen war, sollen dir auf dem Thron Israels sitzen deine Söhne bis ins vierte
Glied.
So, und nun ?
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